Die Muffis

Montag, 23. November 2009

Lebwohl

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Leis, so leis bin ich gegangen,
ich konnte euch nicht wieder sehen,
doch seid sicher, dorthin wo ich bin
werden wir doch alle gehen.

Leis, so leis bin ich entschlafen,
war mir eurer Lieb gewiss,
doch seid sicher, wo ich bin
sag ich, dass ich euch vermiss .

Leis, so leis bin ich gegangen,
verlieret eure Hoffnung nicht,
denn auch in dunkelsten Nächten,
entzünde ich für euch ein Licht.

Leis, so leis bin ich noch bei euch,
helfe euch bei tiefem Schmerz,
ich danke euch für s neue Leben,
wohne stets in eurem Herz.

Leis, so leis bin ich aufgebrochen,
hoffe ihr vergesst mich nicht.
Liebe euch und warte stets,
und helfe anderen ins Licht.

Leis, so leis nun geh ich schlafen,
mit eurer Liebe aufgemacht.
Nun bin ich dort, wo keine Schmerzen,
im neuen Leben ich erwacht.
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Mein über alles geliebter Schweinemann,

verzeih mir, ich konnte Dir einfach noch nicht Lebwohl sagen. Mir fehlen noch immer die Worte, aber Du hast einen gebührenden Abschied verdient. Fotos von Dir anzusehen tut weh, diesen Abschied zu verfassen auch. Nur Du weißt, dass wir beide besonders fest verbunden waren. Du hattest eine alte Seele, Du weißt, was ich damit meine.

Ich weiß noch genau, wie ich Dich im Tierheim gesehen habe. Wir wollten nur einen Hund ausführen und waren zu spät dran, so haben sie uns dort keinen mehr mitgegeben. Dann sind wir noch durchs Tierheim geschlendert. Natürlich bei den kleinen Tieren vorbei. So viele Hasen, weißt Du noch? Und Schweinchen. Aber komisch, die sind mir nicht gefährlich geworden. Wir wollten schon weitergehen, da hab ich Deine Nase entdeckt. Ich habe die Frau gefragt, ob Du ein Mädchen oder ein Bub bist. Entschuldige, aber an Deiner Nase konnte ich das nicht erkennen. :o) Weißt Du noch, dass die Frau Dich direkt aus dem Käfig nahm? Und weißt Du noch, wie sie mir Dich dann in die Arme gelegt hat? Ich weiß es noch. Ich weiß noch, wie Du an meinem Kinn geschnuppert hat und wie Du Dich ganz fest an mich gedrückt hast. Ja mein Schatz, Du wurdest nie wieder in den Käfig zurückgesetzt. :o)

Zu Hause... ich weiß noch genau, wie ich auf dem Boden vor Deinem Quarantänekäfig gelegen habe und ganz schrecklich neugierig auf Dich war. Du warst nicht ängstlich, aber skeptisch. Aber Futter hast du direkt aus meiner Hand genommen, das war lieb von Dir. Ich hab Dich Abends noch zu mir ins Schlafzimmer geholt, weil ich den Gedanken nicht ertragen konnte, dass Du alleine im Wohnzimmer übernachtest. Und dann war ich die halbe Nacht wach und hab Dich heimlich beobachtet, weil ich Dich so gerne sehen wollte. Hmmmm, wusstest Du das? Viel von Dir gezeigt hast Du ja nicht.

Ich glaube zwei Tage später habe ich Dich mit Deinem kleinen doofen Käfig neben die Mädels gestellt. Meine Güte, was bist Du da auf eimal lebendig geworden. Du hast wie ein Irrer gepopcornt, gebrommselt und getanzt. Aber wir mussten ja hart bleiben. Aber Du hast das Ganze äußerst lieb und geduldig (hmmmm,naja) ertragen. Und Du hast so gern geschmust. Du hast mir dann immer ganz viel erzählt, nicht wahr? Es tut mir so schrecklich leid, dass ich in letzter Zeit so wenig Zeit für Dich hatte. Ich hab Dir nicht mehr zugehört..... es tut mir so leid.....


Du hast viel erlebt, Lucy hast Du kennengelernt, da war sie schon so krank... und Momo hast Du immer beschützt. Du warst so ein Schatz, immer für Schwächere da und hast auf alle aufgepasst. Das war immer so. Du warst Rubys bester Freund. Als kleines Kind hat sie Dich kaum interessiert, aber später hast Du immer auf die Kleine aufgepasst. Sie vermisst Dich, ganz arg. Emmi vermisst Dich auch. Die kleine Hexe. Sie hat Dich gewärmt, als Du schon längs drüben warst. Du warst nicht alleine, nicht wahr? Sie war bei Dir, wie immer, oder? Ihr ward ja nie zu trennen. Deine große Liebe... sie übernimmt Deinen Posten. Sie war ja schon immer die Vizechefin. Aber... nunja.... sie macht ihren Job auf Emmi-Art, Du weißt schon. :o) Du fehlst so!

Muff, hast Du von Wiesen geträumt und hast vergessen zurückzukommen? Hast Du denn nicht dran gedacht, dass wir Dich dann ganz furchtbar vermissen? Ach Schatz, ist kein Vorwurf. Ich weiß ja, wie gerne Du gefuttert hast. Ich hoffe nur, es war nicht meine Schuld, dass Du fortgeblieben bist. Hast Dich sicher in letzter Zeit ungeliebt und unbeachtet gefühlt und gedacht, dann macht es nichts, dass Du fortbleibst. Aber bald wären wir doch wieder zusammen gewesen. Nur noch ein bisschen Geduld.... Oder warst Du krank? Warum hast Du denn nichts gesagt? Oder hast Du?

Schweinemann, wir sehen uns wieder. Dann bin ich für immer für Dich da. Bis dahin lass es Dir gut gehen. Bestimmt bist Du der Held der Wiesen und hast viele neue Freunde. Du warst ja immer so freundlich, jeder hatte Dich lieb. Warte auf mich. Warte auf uns. Irgendwann sind wir wieder eine große Familie und dann trennt uns nichts mehr.

Bis dann, mein Herz. Pass auf Dich auf und guck ab und an auf uns herunter. Wir vergessen Dich nie. Vielleicht können wir bald wieder lächeln, wenn wir an Dich denken und es ist nicht mehr nur purer Schmerz.

Lieb Dich. Leb wohl.
















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Wenn die Sonne herabsinkt

und die Nacht sich über die Erde legt,
wenn die Bäume ihr Laub lassen
und die Leere alles zudeckt,
wenn ein geliebtes Wesen
für immer die Augen schließt
und die Stille in den Zimmern ist,
dann ist es schwer zu glauben,
dass der Morgen schon unterwegs ist.

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